01/07/2026 0 Kommentare
CREDO – Eine erste Zwischenbilanz (von P. Hösl)
CREDO – Eine erste Zwischenbilanz (von P. Hösl)
# Berichte - St. Canisius

CREDO – Eine erste Zwischenbilanz (von P. Hösl)
Seit einigen Monaten gibt es CREDO auf Pfarreiebene.
In St. Canisius wurde die Reihe schon vor zwei Jahren durchgeführt. Die Treffen finden monatlich mal in Heilig Geist (Gemeindesaal), mal im Klosterkeller von Salvator statt.
An beiden Standorten gibt es Teams oder Personen, die sich um die Orga der Treffen, z.B. kühle Getränke in heißer Sommerzeit oder für die Nachlese im Anschluss kümmern. In Salvator ist dies das Team des Klosterkellers, das schon mit dem jährlichen Saint Patrick’s Day seine Kreativität unter Beweis gestellt hat. In Heilig Geist ist es Frau Föhles, ein langjähriges, engagiertes Mitglied der Gemeinde, die mit Freunden die Treffen arrangiert. Beiden Teams gilt der Dank für die Schaffung einer lockeren und doch ernsten Atmosphäre, die einlädt sich zu öffnen und vom je eigenen Glauben etwas preiszugeben.
Die Treffen beginnen jeweils um 19:00 Uhr und dauern etwa zwei Stunden. P. Hösl SJ gibt einen Impuls von ca. 30 Minuten. Thema ist jeweils ein Satz aus dem Glaubensbekenntnis.
Bisher fanden folgende Themenabende statt:
17. Februar, Heilig Geist (HG): Zu wieviel Prozent gibt es Gott? Gibt es Gewissheit im Glauben an Gott?
31. März, Salvator / Klosterkeller: Wozu ist Jesus am Kreuz gestorben? Kann man seinen Erlösertod „erklären“
21. April, HG: Die Auferstehung Jesu – Fake oder Fakten?
26. Mai, Salvator: Wie wirkt der Heilige Geist?
23. Juni, HG: Ich glaube an Jesus Christus, unseren (einzigen?) Herrn. Wie verhält es sich mit dem Absolutheitsanspruch des Christentums in einer liberalen, toleranten Gesellschaft?
Zu allen Treffen kamen bislang je gut 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Mehrheit sicher schon etwas älter, aber es war auch das eine oder andere jüngere Gesicht dabei. Schön ist, dass es offenbar gelungen ist, Heilig Geistler*innen nach Salvator zu bewegen und umgekehrt. Die Hoffnung, die sich mit dem Projekt verbindet, ist ja, die Pfarreiebene zu stärken. Nichtsdestoweniger bildet die Mehrheit vor Ort jeweils die gastgebende Gemeinde.
Inhaltlich schälen sich zwei, sich letztlich ergänzende Sichtweisen heraus:
Die einen möchten die Historizität und Fakten des Christentums gewahrt und gesichert sehen. Das Christentum fußt auf Fakten und nicht auf bloßen Mythen: Jesus hat wirklich gelebt, die Evangelien berichten von seinen Worten und Taten. Er hat Wunder gewirkt, ist am Kreuz gestorben und wurde nach seiner Auferstehung von vielen Personen als lebendiger denn je erlebt.
Die anderen im Kreis fragen, was das alles für uns Christen heute bedeutet. Was hat das alles mit uns heute zu tun? Es geht nicht nur um die kritische Rekonstruktion des damals Vorgefallenem, sondern darum, was wir Christen damit heute machen. Mit einer bloßen Feststellung der Faktizität ist es ja nicht getan.
Es ist sehr berührend, wie viele sich ins Gespräch einbringen und von ihrem Glauben und ihren Zweifeln erzählen. Dabei geht es nicht um Rechthaberei, sondern darum, dass jeder und jede seine Sicht der Dinge offen ansprechen darf und so die Runde bereichert.
CREDO wird weiter fortgesetzt. Das nächste Treffen findet nach der Sommerpause am Di 22. September, 19:00 Uhr in Salvator statt. Thema wird dann die Kirche sein. Interessierte aus allen Gemeinden sind herzlich willkommen!
P. Manfred Hösl SJ
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